Dieser Zielstellung entsprechend werden die Forschungswerkstätten in regelmäßigen Abständen entweder in Präsenz oder digital bzw. hybrid vom Begleitforschungsprojekt unter Nutzung der physischen und digitalen Lab-Infrastruktur angeboten. Innerhalb der Forschungswerkstätten werden Workshops angeboten, wissenschaftlicher Input durch die Partner des Begleitforschungsprojekts, externe Wissenschaftler:innen, Praxisakteure oder Partner der Verbundprojekte gegeben und partizipative Methoden erprobt, die den Partizipationserfordernissen der Zielgruppen wie auch der jeweiligen Entwicklungsphase von der Exploration über die Aktivierung und Durchführung bis hin zur Auswertung und Dokumentation gerecht werden. Damit bieten die Forschungswerkstätten auch die Möglichkeiten zur interaktiven Auswahl sowie zum Ausprobieren partizipativer Methoden und bilden damit ein zentrales Element für den (kreativen) Austausch mit und zwischen den Verbundprojekten.
Das in den Forschungswerkstätten generierte Wissen wird den Verbundprojekten auf dem PartizipationsHub zugänglich gemacht. Dazu werden verschiedene wissenskommunikative Formate genutzt (z. B. Stories, Videos, Graphic Recordings, Podcasts, Wikis).
Die asynchrone Dokumentation und die interaktive Aufbereitung von Inhalten und Methoden im PartizipationsHub reagiert zudem auf die zeitlichen Restriktionen und pflegerischen Belastungen der Zielgruppe und stellt sicher, dass auch bei einer eventuellen Nicht-Teilnahme Inhalte nachträglich zur Verfügung stehen. Zudem werden den Teilnehmer:innen auch schriftlich Materialien zur Vorbereitung und Nachbereitung bzw. zur Dokumentation zugesandt, um über die Nutzung digitaler Kommunikations- und Wissensformate hinaus die Zielgruppe anzusprechen und einzubinden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf einer leicht verständlichen Sprache und einer barrierearmen Darbietung der Inhalte (z. B. Anpassung der Schriftgröße, Lautstärke, Farbwahl). Zudem wird gewährleistet, dass sich in online stattfindende Konferenzen auch telefonisch eingewählt werden kann. Sollten den informell Pflegenden und Sorgegemeinschaften im Rahmen der Verbundprojekte keine Endgeräte zur Verfügung stehen, stellt das Begleitprojekt durch die Bereitstellung von Leihgeräten und Schulungsangeboten eine Teilnahme sicher.
Darin bieten die Forschungswerkstätten zugleich die Möglichkeit, auf im Prozess auftretende Heraus-forderung der Beteiligung von informell Pflegenden und Sorgegemeinschaften zu reagieren und in Zusammenarbeit mit den Verbundprojekten Lösungen dafür zu entwickeln. Besondere Beachtung findet dabei die Heterogenität der Zielgruppe informell Pflegender und Sorgegemeinschaften. So beinhalten die Forschungswerkstätten stets auch inhaltliche Schwerpunkte, die die unterschiedlichen Ausgangs-lagen, Bedarfe und Herausforderungen informell Pflegender thematisieren und mit Blick auf die Technikentwicklung dafür sensibilisieren.